Reifenwechsel
Wer keine Lust mehr hat, zweimal im Jahr für einen simplen Reifenwechsel in die Werkstatt zu fahren, sollte lernen, die Sommer- und Winterreifen selbst zu wechseln. Das ist nicht sonderlich kompliziert und kann auch von Laien durchgeführt werden. Solange man einige Grundregeln befolgt, besteht keinerlei Gefahr für das Auto und die eigene Sicherheit.
Die Vorbereitung
Das Auto muss zunächst auf einer ebenen Fläche geparkt werden. Das Lenkrad sollte sich in der Ausgangsposition befinden, was bedeutet, dass die Vorderräder gerade in Fahrtrichtung (also parallel zu den Hinterrädern) stehen. Diese Position verhindert ein Wegrutschen des Autos. Sollten die Reifen stark verschmutzt sein oder sollte Schnee daran haften, muss man sie (zumindest oberflächlich) säubern. Ebenfalls wichtig ist es, die Handbremse anzuziehen und einen Gang (vorzugsweise den ersten) einzulegen. Bei einem Automatikgetriebe sollte die Schaltung auf P stehen.
Der Reifenwechsel
Bevor man das Auto anheben kann, muss man zunächst die Radkappen entfernen und die Radmuttern lösen. Wichtig: Die Radmuttern vorerst noch nicht ganz abdrehen! Jetzt kommt der Wagenheber ins Spiel. Es gibt dabei verschiedenen Arten von Hebern wie zum Beispiel den Scherenwagenheber, den Hydraulik-Wagenheber und den einfachen Bord-Wagenheber, der in den meisten Autos vorhanden ist. Der Scherenwagenheber hat den Vorteil, dass man mit ihm auch etwas tiefer ansetzen kann, um beispielsweise tiefer-gelegte Autos aufzubocken. Allerdings muss man gerade bei großen, getunten Autos auf das zulässige Maximalgewicht achten. Die meisten Scherenwagenheber halten nicht mehr als 1000 Kilogramm aus.
Ganz wichtig ist natürlich, dass der Wagenheber einen festen Stand hat und keinesfalls Gefahr läuft, wegzurutschen. Die Bordwagenheber können ganz einfach am Seitenschweller des Wagens angesetzt werden und für andere Heber gibt es am Unterboden des Fahrzeugs meistens eine gummierte Einbuchtung oder eine Kerbe. Sollte mal keine Einbuchtung unter dem Auto zu finden sein, empfiehlt es sich, ein flaches Stück Holz als Auflagefläche zwischen den Heber und das Auto zu klemmen. So verhindert man Schäden am Unterboden.
Wenn der Reifen keinen Kontakt mehr zum Boden hat, kann man die losen Muttern ganz abdrehen und den Reifen abnehmen. Es sollte sich von selbst verstehen, dass man zu diesem Zeitpunkt unter keinen Umständen unter dem aufgebockten Auto arbeiten sollte.
Nun kann man den neuen Reifen aufstecken und die Radmuttern wieder lose aufdrehen. Danach einfach den Wagen mit dem Heber absenken und die Muttern (am besten über Kreuz) festziehen.
Abschlusskontrolle und Nummer Sicher
Hat man alle Räder gewechselt, sollte man zunächst den Reifendruck der neuen (zuvor gelagerten) Räder prüfen und nach den ersten 50 Kilometern die Radmuttern gegebenenfalls erneut festziehen, um auszuschließen, dass sie sich lockern oder lösen.